Farbentstehung auf natürlichem Weg

Naturfarben

Die Naturfarben: eine Kulturgeschichte.
Die Natur ist schön, das haben wir Menschen schön früh erkannt. So malten etwa frühe Steinzeitmenschen mit 3-4 Farbtönen herrliche Gemälde an Höhlenwände, die noch bis in die heutige Zeit faszinieren. Auch Steine müssen nicht immer grau sein. In den ersten Hochkulturen waren bunte Steine ein Statussymbol wie heutzutage auch. Z.B. durfte der Lapislazuli-Stein nur vom Pharao getragen werden. Später wurden dann Pflanzen verwendet, um zu färben. Die Färberei entstand. Tiere lieferten uns ebenfalls Farben, so entstand das Indischgelb z.B. aus dem Urin von Kühen. Im 19. Jahrhundert wurden die Naturfarben letztendlich von den billigeren, standardisierten Kunstfarben ersetzt. Doch im Moment erleben die Naturfarben ein Comeback. Man realisiert nun wieder die Individualität und Schönheit dieser Naturfarben, wobei der ökologische Aspekt auch eine Rolle spielt.